BIRGIT JENSEN | Synästhetischer Raumkörper

Eine Botschaft von Birgit Jensen, Künstlerin

Eine Botschaft von Birgit Jensen, Künstlerin

Birgit Jensen | Synästhetischer Raumkörper
2014

Im Innenhof des Erweiterungsneubaus des
Fraunhofer Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT
Rheinstrasse 75
64295 Darmstadt

Leuchtkubus mit Sockel, ESG Glasscheiben mit Farbraster, LED-Ausleuchtung, Elektronische Steuereinheit, Aluminiumstandfuss
220 x 135 x 135 cm

→ Der Leuchtkörper in Aktion ist hier zu sehen

Der „Synästhetische Raumkörper“ thematisiert die Komplexität, die entsteht, wenn verschiedene Systeme miteinander gekoppelt werden. Er kombiniert Musik und Bildende Kunst miteinander und folgt damit verschiedenen Gestaltungsprinzipien.

Auf jeder Seite des Leuchtobjektes sind 45 Farbfelder. Sie beziehen sich auf die Forschung von Joseph von Fraunhofer. Er zerlegte das Sonnenlicht in Spektralfarben und beobachtete, dass die Farbverläufe durch dunkle Linien unterbrochen waren. Deren Position dokumentierte er systematisch und legte damit den Grundstein für die Spektralanalyse, die noch heute zu den wichtigsten Werkzeugen der Chemie und der Astronomie gehört.

Die Farbfelder auf dem „Synästhetischen Raumkörper“ leuchten in rhythmischer Folge auf. Sie sind mit einzeln ansteuerbaren LED-Modulen unterlegt. Sichtbar ist eine Licht-Choreografie. Sie basiert auf einem Klavierstück des zeitgenössischen Komponisten Wilhelm Geveler. Die Noten und Tempi wurden in Farbe und Licht übersetzt. Die jeweilige Zuordnung von Ton zu Farbwert basiert auf dem Prinzip der Synästhesie (auf Grundlage der Aufzeichnungen von A. Scrjabin). Die Musik selbst ist nicht hörbar, sie wird aus ihrer akustischen Wahrnehmbarkeit in eine sichtbare überführt.

Fotos Raumkörper: Manuel Boden und Birgit Jensen