Ewald Mataré | Taubenbrunnen

Eine Botschaft von Lutz Fritsch, Künstler, Köln

Eine Botschaft von Lutz Fritsch, Künstler, Köln:
Ewald Mataré  |   Taubenbrunnen

Vor dem Kölner Dom befindet sich der erste Brunnen, der nach dem 2. Weltkrieg 1953 in Köln erbaut wurde: Der Taubenbrunnen. In den Boden ist ein Oval eingelassen, ausgelegt mit Mosaikkacheln, in dessen Mitte befindet sich aus Eisen eine flache Schale mit einer spiralförmigen Rinne. Aus einem Basaltblock fließt Wasser in die Rinne, läuft langsam durch die Spirale und verschwindet in der Mitte der Schale im Boden.

Dieser leise Brunnen, in dem das Wasser quasi von der Quelle bis zur Mündung fließt, ist ein Meisterwerk optisch harmonischer Einfachheit. Als Kind war ich dem „Taubenbrunnen“ ganz nah. Ich konnte mich auf die geschmiedete Einfassung des Brunnens setzen, dem glitzernden Wasserrinnsal folgen und ab und zu gesellte sich auch eine Taube dazu. Ewald Mataré hatte ein Herz für die vielen Tauben am Kölner Dom und konzipierte für sie den Brunnen.

Auch heute besuche ich immer wieder den „Taubenbrunnen“, eine großartige bildhauerische Arbeit, ein Meisterwerk!