Alf Lechner

Eine Botschaft von Thomas Schwarz, Evangelischer Dekan

Kunstgruß aus Ingolstadt
Evangelischer Dekan Thomas Schwarz

Das Lechner Museum
Die Sammlung und das Programm des Lechner Museums stehen für eine vertiefte Beschäftigung und für die intensive Diskussion zentraler Fragestellungen der Kunst von heute.
In einer eindrucksvollen ehemaligen Fabrikhalle gelegen, begeistert das Lechner Museum mit einem ambitionierten Ausstellungsprogramm, das sowohl die große Bandbreite von Lechners Œuvre als auch eine intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Künstler*innenpersönlichkeiten und ihrem Werk bietet. Dabei wollen die wechselnden Sammlungspräsentationen, Sonderausstellungen und umfassenden Kataloge Maßstäbe setzen.

Beeindruckende Architektur
Das Museum wurde durch die Architekten Erhard und Florian Fischer in Zusammenarbeit mit dem Bauingenieur Walter Muck durch Umbau einer ehemaligen Fabrikhalle erschaffen. Die nahe der Ingolstädter Altstadt gelegene Sheddachhalle aus den 1950er-Jahren diente ursprünglich der Automobil-Produktion von Audi.

Der Künstler Alf Lechner
Alf Lechner wurde am 17. April 1925 in München als einziger Sohn bürgerlicher Eltern geboren. Seine Künstlerlaufbahn begann er 1940.
Die Werke Alf Lechners wurden ab den 1960er Jahren einem größeren Publikum bekannt. In der Folge war er mit Ausstellungen in allen wichtigen Museen für zeitgenössische Kunst in Deutschland präsent und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.
Seine Arbeiten sind u.a. in der Neuen Nationalgalerie, Berlin, der Staatsgalerie Moderner Kunst, Wien, dem Lenbachhaus, München und der Zeche Zollverein, Essen, vertreten.
Sein bedeutendes und facettenreiches Œuvre umfasst über 800 Skulpturen, ein Vielfaches an Modellen und über 4500 zum Teil großformatige Zeichnungen als auch Pastelle und Ölbilder aus seiner Jugend.

Alf Lechner gilt heute als einer der wichtigsten Stahlbildhauer des 20. Jahrhundert. Er starb am 25. Februar 2017 in Obereichstätt.

Zwei Zitate finde ich persönlich für unsere Gesellschaft, aber auch für mein eigenes Leben beeindruckend:

In der Einfachheit steckt so viel Kompliziertes, dass man gar nicht einfach genug sein kann. Wirkliche Entdeckungen macht man ja nur in den einfachsten Formen.

Um Kunst zu sehen braucht man zwei Hände: man muss sich damit die Augen auswischen.

Und in der Tat:
Ich brauche Hände und Sinne um Kunst zu entdecken.
Ja noch mehr: Ich brauche Hände und Sinne um Leben und eine Gesellschaft sinnvoll zu menschlich zu gestalten.

Kunst gehört für mich unabdingbar dazu.